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Nikolaus (CLAUS) Friedrich von Reden

(1736 - 1791)

 

AvR - FAM              Personenbogen                                             

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PNR                      40375

 

Vornamen            Nicolaus (CLAUS) Friedrich              

                                     

Geburtsname                                           

Familienname       von Reden                          

 

Geburtstag            6. 4.1736

Geburtsort            Celle                             

Todestag               8.10.1791

Todesort               Klausthal                         

 

Vater                   40316 Claus Friedrich von Reden 8. 3.1692

Mutter                  90169 Hedwig von Gustedt  1. 1.1709

 

Kinder                40406 Friedrich von Reden 15. 3.1769

                           40407 Karl von Reden 23. 4.1771

                           40408 Louise Achilles 29. 5.1772

                           40409 Caroline von Meding 15. 9.1773

                           40410 Claus von Reden 3.11.1774

                           40411 Lisette von Stietencron 24.11.1776

                           40414 Marie von Reden  1. 6.1778

                           40417 Sophie von Oldershausen  2. 9.1780

                           40419 Wilhelmine von Minnigerode 13. 8.1781

                           40426 Wilhelm von Reden  3.12.1786

                           40431 Ferdinand von Reden 30. 5.1792

 

 

Ehepartner                                            Heirat       Trennung     Grund

90189 Antoinette von Lenthe                26.11.1766  23. 5.1769  Tod

90191 Louise von Minnigerode              13. 7.1770              

 

Ergänzungen zu 40375:                                                          

Immatrikuliert in Göttingen                                                    

 7. 5.1760 Auditor am Hofgericht zu Hannover

                                   

Erlernt in Freiberg/Sachsen den Bergbaubetrieb                                 

1763 Bergdrost zu Clausthal                                              

 

Kurfürstlich Hannoverscher Geheimer Kammerrat und Berghauptmann                

Auf Hastenbeck                                                                 

1776 erwirbt Esbeck (Kosten: 8810 Reichstaler) und baut dort ein neues Wohnhaus                                        

 

Über sein Wirken: Familienblatt Nr 12 / Seite 7 (Vom Harzer Georgsstollen)     

 

Lebensbeschreibung: Familienblatt Nr. 16 / Seite 1 ff (Artikel von Hans Burose und Dietrich Hoffmann, aus: Zeitschrift "Der Anschnitt" Heft 3 / 1975)                                         

 

 

Annegret Wenz-Haubfleisch, Claus Friedrich von Reden (1736 - 1791). Hannoverischer Berghauptmann am Beginn der Frühindustrialisierung

 

Stefan Pätzold / Annegret Wenz-Haubfleisch, Die Bildungsreise des Claus-Friedrich von Reden in den Jahren 1763 - 1765

 

P. Dietz, 225 Jahre Lehre und Forschung in Claustal - die Geschichte unserer kleinen Universität; Auszug aus der Rede vom 16. Juni 2000; .Hinweise auf S.3 bei Bild 5

 

Volker Breme, Münzen und Medaillen zur Geschichte der Clausthaler Hochschule

(...) In Clausthal wurde 1775 unter besonderer Mitwirkung des Berghauptmanns Claus Friedrich von Reden ein einjähriger Unterrichtskurs für 24 Bergleute eingerichtet, der aus der Clausthaler Lateinschule ausgegliedert wurde. (...)

Der Berghauptmann von Reden, dem im Jahre 1775 die Gründung der Bergschule in Clausthal zu verdanken ist, war ein weitblickender wissenschaftlich gebildeter Beamter. In Würdigung seiner Verdienste wurde nach seinem Tode im Jahre 1791 die in Abbildung 4 dargestellte Medaille geschaffen. Die Vorderseite der Medaille zeigt das Brustbild des Berghauptmanns nach rechts, auf der Rückseite ist eine Urne mit Trauerschleier vor einem Tannenwald abgebildet. Diese Medaille wurde in Silber, Bronze und Eisen geprägt und ist nur selten im Münzhandel anzutreffen.

Abb. 4:  Medaille auf den Gründer der Clausthaler Bergschule Claus Friedrich von Reden

Erst im Jahre 1810, als der Oberharz zum „Königreich Westfalen“ gehörte, erhielt die Clausthaler Bergschule ihr erstes eigenes Gebäude. Der zuständige Minister von Bülow erließ für die „Bergschule der Harzdivision“ ein eigenes Reglement, das von dem späteren Göttinger Professor Hausmann verfasst worden war.

Nach der Aufhebung des Königreichs Westfalen im Jahre 1813 kam es zu einer Bestätigung der Bergschule durch die Landesregierung und in der Folgezeit zu einer erfolgreichen und aufblühenden Lehrtätigkeit der Bergschule. In dieser Zeit wurde die umfangreiche Mineraliensammlung durch den Bergapotheker Ilsemann aufgebaut. Im Jahre 1821 wurde die Bergschule durch Angliederung einer Forstschule erweitert und erlebte dadurch eine weitere Belebung des Lehrbetriebes. Oberbergrat Wilhelm August Julius Albert entwickelte im Jahre 1834 das erste Drahtseil, ohne das der Bergbau nicht den weiteren Fortschritt genommen hätte. Auf den Oberbergrat Albert sind in neuerer Zeit 3 Erinnerungsstücke bekannt geworden, die in den Abbildungen 5, 6 und 7 gezeigt werden und auf seine besondere Leistung der Entwicklung des Drahtseiles hinweisen. (...)

Die Medaille auf den Tod des „Gründungsvaters“ der Clausthaler Hochschule, des Berghauptmanns Claus Friedrich von Reden (Abb. 4), aus dem Jahre 1791 bildet auch die Vorlage für die in Abbildung 20 dargestellte Medaille anlässlich der Tagung „Mining“ in Birmingham im Jahre 1985. Die Rückseite ziert die Nachbildung eines alten Braunschweiger Talers aus dem Jahre 1633 zur Zeit von Friedrich Ulrich, Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Abb. 20:  Medaille auf die Tagung Mining