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Johann Friedrich von Reden (1731 - 1791)

Der Kammerjunker Johann Friedrich von Reden, 1731 bis 1791, entstammte der alten hannöverschen Adelsfamilie, die ihre Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen können. Er übernahm als 22jähriger nach kurzer Ausbildung das Rittergut Wendlinghausen in der Grafschaft, das sich seit 1567 im Besitz der Familie von Münchhausen befand. Hilmar von Münchausen erbaute 1613 – 15 das Schloss im Stile der Weserrenaissance als Zeitflügelanlage. Als Kammerjunker am hannöverschen Hof und auch als Mitglied des Landstandes in der Grafschaft Lippe führte er ein recht eigenständiges und unruhiges Leben, stand ständig im Streit mit den Beamten des lippischen Landesherrn und war recht eigenwillig. Das Schloss rettete er vor dem völligen Verfall, riß einen baufälligen Flügel ab. Er verbesserte die Landwirtschaft in moderner Form, führte praktikable Wirtschaftsbauten aus, die bis heute Bestand haben. Mit seinem Einsatz für das Gut legte er die Basis für eine bis heute ertragreiche Gutswirtschaft.

Dankward von Reden, Das Gut Wendlinghausen im 18. Jahrhundert zur Zeit des Kammerjunkers Johann Friedrich von Reden
 

 

Monika M. Schulte, Rationalisierung der Landwirtschaft. Johann Friedrich von Reden auf Wendlinghausen (1731 - 1791)