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Seitdem unsere Töchterstiftung besteht, also seit mehr als fünzig Jahren [Familienblatt 1914, Nr.2], haben sich die Redenschen Vettern in der Regel alle vier Jahre zu gemeinsamen Beratungen vereinigt.

Der neue Familienverband fodert alle zwei Jahre eine Zusammenkunft seiner Mitglieder, die jeweils in den ungeraden Kalenderjahren an einem September-Wochenende stattfindet.

Man könnte meinen, dass diese Vereinigungen, zuerst Kongresse, dann Familientage genannt, erst ein Ergebnis unserer Zeit seien.

Das ist jedoch für unsere Familie nicht der Fall. Wenigstens nicht, was die Hastenbecker Linie anbelangt.

Die Vettern dieser Linie sind nämlich seit über zweihundert-fünfzig Jahren verpflichtet, "wenigstens alle drei Jahre eine freundliche Conference unter sich zu halten". So will es Artikel 16 im Testament Jobst Johanns von Reden vom 30. Juni 1730. Für unentschuldigte Abwesenheit drohte sogar ein Strafgeld in Höhe von 12 Talern !

Leider sind die bei diesen Conferencen für eine "Gesambt-Lahde" anzufertigenden Protokolle nicht erhalten und so ist auch nicht überliefert, ob die "Consorten" damals auch tatsächlich vollzählig erschienen sind - und ob es sich auch wirklich um "freundliche" Veranstaltungen handelte.